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Das Leistungsangebot der herkömmlich bekannten
Gymnastik ist vorwiegend auf gesunde Menschen ausgerichtet,
die ihren Körper altersgemäss uneingeschränkt
zu bewegen vermögen. Diese Gymnastik ist nur
eine der Grundlagen, die von der Bewegungspädagogik
genutzt und weiterentwickelt werden, um innerhalb
der Sekundärprävention, der Rehabilitation
sowie durch spezielle unterstützende Therapien
jenen Menschen Hilfen anzubieten, deren Bewegungsmöglichkeiten
nicht voll entwickelt oder kurz- oder langfristig
eingeschränkt sind.
Einerseits versucht Bewegungspädagogik in der
Vorsorge, die gesunde Mobilität des menschlichen
Körpers zu bewahren und Haltungs- und Bewegungsschäden
durch erworbene Einsichten zu vermeiden. Anderseits
kann sie Menschen fördern und anleiten, ein eingeschränktes
Bewegungspotential ganz oder teilweise zurückzuerlangen.
Die Bewegungspädagogik ist eine "sanfte Methode",
in der spielerische und harmonisierende Elemente nicht
vernachlässigt werden. Der pädagogische
Aspekt liegt darin, Körper- Haltungs- und Bewegungsbewusstsein
zu wecken und zu steigern.
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Die natürliche Bewegungsbegabung und ein ausgeprägtes,
unverstelltes Körperbewusstsein sind Voraussetzungen,
um diese Aufgaben zu erfüllen. Sicheres rhythmisches
und musikalisches Empfinden hilft mit, die Methoden
der Bewegungspädagogik und -therapie souverän
anzuwenden. Und schliesslich erleichtert ein zuwendendes
soziales Verhalten das Anleiten und Führen gesunder
und weniger gesunder Menschen, sowohl einzeln als auch
in Gruppen.
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Während ihrer Ausbildung an der GDS/IfB eignen
sich die Absolventinnen und Absolventen ein breites
Fachwissen pädagogischer, wissenschaftlicher, soziokultureller
und ethischer Inhalte an. Damit erwerben sie sich die
nötigen fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen,
um ihre Funktionen in einem weiten Tätigkeitsgebiet
autonom und mit Autorität wahrzunehmen.
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Wenn in der Bewegungspädagogik Ausgebildete
auf der Stufe der Gymnastik tätig sind, werden
sie sich bemühen, das Wohlbefinden der Kundinnen
und Kunden zu erhalten und zu steigern. Durch den
Nachweis von Abhängigkeiten und Zusammenhängen
wird die gesundheitserhaltende Selbstverantwortung
der Menschen gefördert und zugleich die nachhaltige
Einbettung der Erfahrungen in den Lebensalltag angestrebt.
Das adäquate Tätigkeitsgebiet finden Bewegungspädagoginnen
und -pädagogen mit GDS/IfB-Abschluss jedoch in
der Vermittlung von Bewegungs- und Trainingsangeboten
in der Gesundheitsförderung, in der Primär-
und Sekundärprävention sowie in der Langzeitrehabilitation.
Die erworbene Kompetenz ermöglicht es ihnen,
eigene Behandlungskonzepte zu entwickeln.
Ausserdem verfügen Absolventinnen und Absolventen
des Bewegungspädagogik-Lehrganges GDS/IfB über
zusätzliche Ausbildungen in einem oder mehreren
spezifischen Fachgebieten (als sog. bewegungstherapeutische
Massnahmen bezeichnet). Damit sind sie qualifiziert,
aufgrund ärztlicher Indikationen Einzel- oder
Gruppenbehandlungen mit Hilfe von unterschiedlichen
körper- und bewegungsbezogenen Therapiemethoden
zu planen und selbständig durchzuführen.
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In der Bewegungspädagogik tätig zu sein,
heisst Vorbild sein: Durch die differenzierte Art
der Haltung und Bewegung aufgrund eigenen Körperbewusstseins.
Dieses geschulte Bewusstsein hilft, die zu behandelnden
Menschen hinzuführen zur Wahrnehmung der Ausgewogenheit
zwischen den Gegensatzpaaren Spannung zu Entspannung,
Ruhe zu Stress und Spiel zu Leistung.
Ihre Arbeit entwickeln Bewegungspädagoginnen
und -pädagogen selbständig und eigenverantwortlich,
leiten sie ab vom Bau und von der Funktionsweise des
menschlichen Körpers, und sie richten sich nach
dessen Gesetzmässigkeiten und natürlicher
Harmonie. Dabei werden jeweils die individuellen Besonderheiten
des Einzelnen und der Situation berücksichtigt.
Die ergonomischen Prinzipien stützen sich ab
auf die Zusammenhänge von Haltung und Bewegung
und führen zur Anleitung und Beeinflussung nach
vielfältigen Aspekten.
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Die Leistungen, die üblicherweise unter den
Begriff Gymnastik fallen, dienen hauptsächlich
der privaten Gesundheitsförderung und der Freizeitgestaltung.
Die Bewegungspädagoginnen und -pädagogen
erbringen (z.T. auf ärztliche Verordnung) ihre
Leistungen vorwiegend in der Gesundheitsvorsorge und
der medizinischen Rehabilitation, in der Bewegungstherapie,
in sonderpädagogischen Institutionen, in Alters-
und Pflegeheimen, im Behindertensport, in der Psychiatrie,
in Schmerzkliniken und Arztpraxen. Demnach arbeiten
sie mit Menschen in unterschiedlichen Lebensumständen
aus allen Altersgruppen, mit Kindern, jungen, erwachsenen
und alten Menschen.
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Wer die Ausbildung in Bewegungspädagogik GDS/IfB
abgeschlossen hat, kennt seine eigenen Möglichkeiten
und Grenzen bei der Anwendung seiner Fähigkeiten
und seiner Hilfe für kranke oder zuwendungsbedürftige
Menschen. Medizinische Diagnosen zu stellen und Heilung
zu versprechen, gehört nicht zur Fachkompetenz;
beides wird vermieden.
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Bewegungspädagoginnen/Bewegungspädagogen GDS/IfB
handeln zielorientiert; sie vermögen ihr gymnastisches,
bewegungspädagogisches und therapeutisches Vorgehen
zu begründen. Sie sind absolut verschwiegen hinsichtlich
vertraulicher und persönlicher Daten und Informationen
der Behandlungspartner. Aber in ihrem Umfeld verhalten
sie sich offen, kontaktfreudig und kommunikativ. Anders
könnten sie einen positiven Therapieverlauf nicht
erreichen.
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Die Bewegungspädagogin und der Bewegungspädagoge
GDS/IfB können und werden jederzeit, wenn nötig,
mit Vertreterinnen und Vertretern verwandter Berufe
zusammenarbeiten; das Arbeitsgebiet deckt sich jedoch
nicht mit jenem folgender Berufe: Physiotherapeutin,
Ergotherapeutin, Sport- und Turnlehrerin, Psychomotoriktherapeutin
oder Fitnessinstruktorin und Wellness-Trainerin.
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