Über die GDS / IFB






Leben ist Bewegung - Bewegung ist Leben.
Das körperliche, seelische und soziale Leben des Menschen wird stark von seiner natürlichen Bewegungsvielfalt geprägt. Wer sich uneingeschränkt und frei bewegen kann, fühlt sich harmonischer, vitaler und wohler und kann intensiver am Leben teilnehmen.

Aufgabe und Ziel der Gymnastik- und Bewegungspädagogik ist es, das uns Menschen eigene unverfälschte körperliche Bewegungspotential zu verfeinern, zu erhalten oder wiederzugewinnen. Entsprechend weit und vielfältig ist dieses Arbeitsgebiet.

Die Ausbildung in Bewegungspädagogik mit Pflegerischer Gymnastik bietet die GDS/IfB an - umfassend, in einer Breite und Tiefe, die in der Schweiz keine Parallelen findet.

 















Wie unterscheidet sich die Gymnastik von der Bewegungspädagogik?

Das Leistungsangebot der herkömmlich bekannten Gymnastik ist vorwiegend auf gesunde Menschen ausgerichtet, die ihren Körper altersgemäss uneingeschränkt zu bewegen vermögen. Diese Gymnastik ist nur eine der Grundlagen, die von der Bewegungspädagogik genutzt und weiterentwickelt werden, um innerhalb der Sekundärprävention, der Rehabilitation sowie durch spezielle unterstützende Therapien jenen Menschen Hilfen anzubieten, deren Bewegungsmöglichkeiten nicht voll entwickelt oder kurz- oder langfristig eingeschränkt sind.

Einerseits versucht Bewegungspädagogik in der Vorsorge, die gesunde Mobilität des menschlichen Körpers zu bewahren und Haltungs- und Bewegungsschäden durch erworbene Einsichten zu vermeiden. Anderseits kann sie Menschen fördern und anleiten, ein eingeschränktes Bewegungspotential ganz oder teilweise zurückzuerlangen. Die Bewegungspädagogik ist eine "sanfte Methode", in der spielerische und harmonisierende Elemente nicht vernachlässigt werden. Der pädagogische Aspekt liegt darin, Körper- Haltungs- und Bewegungsbewusstsein zu wecken und zu steigern.

> Zurück zur Übersicht


















Welche Begabungen sind für Pädagoginnen und Pädagogen der Gymnastik und Bewegung hilfreich? ,
Die natürliche Bewegungsbegabung und ein ausgeprägtes, unverstelltes Körperbewusstsein sind Voraussetzungen, um diese Aufgaben zu erfüllen. Sicheres rhythmisches und musikalisches Empfinden hilft mit, die Methoden der Bewegungspädagogik und -therapie souverän anzuwenden. Und schliesslich erleichtert ein zuwendendes soziales Verhalten das Anleiten und Führen gesunder und weniger gesunder Menschen, sowohl einzeln als auch in Gruppen.

> Zurück zur Übersicht
















Auf welcher fachlichen Basis arbeiten Bewegungspädagoginnen und -pädagogen?
Während ihrer Ausbildung an der GDS/IfB eignen sich die Absolventinnen und Absolventen ein breites Fachwissen pädagogischer, wissenschaftlicher, soziokultureller und ethischer Inhalte an. Damit erwerben sie sich die nötigen fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen, um ihre Funktionen in einem weiten Tätigkeitsgebiet autonom und mit Autorität wahrzunehmen.

> Zurück zur Übersicht





















Welche Gebiete bilden die Schwerpunkte der Tätigkeit

Wenn in der Bewegungspädagogik Ausgebildete auf der Stufe der Gymnastik tätig sind, werden sie sich bemühen, das Wohlbefinden der Kundinnen und Kunden zu erhalten und zu steigern. Durch den Nachweis von Abhängigkeiten und Zusammenhängen wird die gesundheitserhaltende Selbstverantwortung der Menschen gefördert und zugleich die nachhaltige Einbettung der Erfahrungen in den Lebensalltag angestrebt.

Das adäquate Tätigkeitsgebiet finden Bewegungspädagoginnen und -pädagogen mit GDS/IfB-Abschluss jedoch in der Vermittlung von Bewegungs- und Trainingsangeboten in der Gesundheitsförderung, in der Primär- und Sekundärprävention sowie in der Langzeitrehabilitation. Die erworbene Kompetenz ermöglicht es ihnen, eigene Behandlungskonzepte zu entwickeln.

Ausserdem verfügen Absolventinnen und Absolventen des Bewegungspädagogik-Lehrganges GDS/IfB über zusätzliche Ausbildungen in einem oder mehreren spezifischen Fachgebieten (als sog. bewegungstherapeutische Massnahmen bezeichnet). Damit sind sie qualifiziert, aufgrund ärztlicher Indikationen Einzel- oder Gruppenbehandlungen mit Hilfe von unterschiedlichen körper- und bewegungsbezogenen Therapiemethoden zu planen und selbständig durchzuführen.

> Zurück zur Übersicht

 






Welches sind die Arbeitsmittel

In der Bewegungspädagogik tätig zu sein, heisst Vorbild sein: Durch die differenzierte Art der Haltung und Bewegung aufgrund eigenen Körperbewusstseins. Dieses geschulte Bewusstsein hilft, die zu behandelnden Menschen hinzuführen zur Wahrnehmung der Ausgewogenheit zwischen den Gegensatzpaaren Spannung zu Entspannung, Ruhe zu Stress und Spiel zu Leistung.

Ihre Arbeit entwickeln Bewegungspädagoginnen und -pädagogen selbständig und eigenverantwortlich, leiten sie ab vom Bau und von der Funktionsweise des menschlichen Körpers, und sie richten sich nach dessen Gesetzmässigkeiten und natürlicher Harmonie. Dabei werden jeweils die individuellen Besonderheiten des Einzelnen und der Situation berücksichtigt. Die ergonomischen Prinzipien stützen sich ab auf die Zusammenhänge von Haltung und Bewegung und führen zur Anleitung und Beeinflussung nach vielfältigen Aspekten.

> Zurück zur Übersicht

 






Wer empfängt die Leistungen der Bewegungspädagogik GDS/IfB?

Die Leistungen, die üblicherweise unter den Begriff Gymnastik fallen, dienen hauptsächlich der privaten Gesundheitsförderung und der Freizeitgestaltung.

Die Bewegungspädagoginnen und -pädagogen erbringen (z.T. auf ärztliche Verordnung) ihre Leistungen vorwiegend in der Gesundheitsvorsorge und der medizinischen Rehabilitation, in der Bewegungstherapie, in sonderpädagogischen Institutionen, in Alters- und Pflegeheimen, im Behindertensport, in der Psychiatrie, in Schmerzkliniken und Arztpraxen. Demnach arbeiten sie mit Menschen in unterschiedlichen Lebensumständen aus allen Altersgruppen, mit Kindern, jungen, erwachsenen und alten Menschen.

> Zurück zur Übersicht

 






Wie ist die Beziehung zu kranken Menschen?
Wer die Ausbildung in Bewegungspädagogik GDS/IfB abgeschlossen hat, kennt seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen bei der Anwendung seiner Fähigkeiten und seiner Hilfe für kranke oder zuwendungsbedürftige Menschen. Medizinische Diagnosen zu stellen und Heilung zu versprechen, gehört nicht zur Fachkompetenz; beides wird vermieden.

> Zurück zur Übersicht
 






Welches ist die grundsätzliche Einstellung?
Bewegungspädagoginnen/Bewegungspädagogen GDS/IfB handeln zielorientiert; sie vermögen ihr gymnastisches, bewegungspädagogisches und therapeutisches Vorgehen zu begründen. Sie sind absolut verschwiegen hinsichtlich vertraulicher und persönlicher Daten und Informationen der Behandlungspartner. Aber in ihrem Umfeld verhalten sie sich offen, kontaktfreudig und kommunikativ. Anders könnten sie einen positiven Therapieverlauf nicht erreichen.

> Zurück zur Übersicht
 






Wo sind die Abgrenzungen
Die Bewegungspädagogin und der Bewegungspädagoge GDS/IfB können und werden jederzeit, wenn nötig, mit Vertreterinnen und Vertretern verwandter Berufe zusammenarbeiten; das Arbeitsgebiet deckt sich jedoch nicht mit jenem folgender Berufe: Physiotherapeutin, Ergotherapeutin, Sport- und Turnlehrerin, Psychomotoriktherapeutin oder Fitnessinstruktorin und Wellness-Trainerin.

> Zurück zur Übersicht